Der Beruf/Die Ausbildung zur Altenpfleger/in

Untertitel


Prinzipiell besteht die dreijährige Altenpflege-Ausbildung aus zwei Teilen: einem in der Schule und einem praktischen Teil im Ausbildungsbetrieb - einer Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst.

Erst mal zum Schulunterricht:

 

 

 

Hier bekommen Altenpflegeschülerinnen und -schüler die Grundlagen vermittelt, die sie später im Beruf brauchen. Zum einen in Unterrichtsstunden, in denen manchmal ein Lehrer etwas vorträgt, meistens aber Projekt- und Gruppenarbeiten gemacht werden - zu Themen wie Gesundheits- und Krankenpflege, Recht, Politik und, und, und... Und dann gibt es noch praktische Schulstunden, in denen zum Beispiel in Übungsräumen trainiert wird, wie man jemanden richtig in den Rollstuhl setzt.

Der größere Teil der Ausbildung findet aber in der Praxis statt. Zum einen in der Pflegeeinrichtung, in der die Schüler ihren Ausbildungsvertrag haben, aber auch in anderen Bereichen. Hier arbeiten die Azubis schon richtig mit und können alles einsetzen und ausprobieren, was sie im Unterricht gelernt haben. Klar ist, dass sie dabei nicht allein sind. Sie werden von so genannten Praxisanleitern unterstützt, die sie bei Problemen immer um Rat fragen können.

Am Ende gibt es dann schließlich noch die Prüfungen - schriftlich, mündlich und praktisch. Und dann ist es geschafft: Nach drei Jahren Ausbildung bist Du Altenpflegerin. Oder Altenpfleger.

 

 

So viel Geld verdienst du:

 

Eins mal kurz und knapp vorneweg: Es gibt nicht viele Ausbildungen, die so gut bezahlt sind wie die Altenpflege-Ausbildung.

Wie viel Geld Du in der Ausbildung ganz genau bekommst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wo Du Deine Ausbildung machst und in welchem Lehrjahr Du bist zum Beispiel. Über den Daumen gepeilt kann man dabei aber sagen, dass Du brutto auf jeden Fall etwa zwischen 800 und 1.000 Euro im Monat verdienst.

 

 

 

Passt das zu mir??

 

 

Um ganz ehrlich zu sein: Die Altenpflegehilfe ist natürlich nicht jedermanns Sache. Aber welcher Beruf ist das schon? Hier ein paar Tipps, welche Eigenschaften Du als Altenpflegerhelfer(in) schon haben solltest…

Der wahrscheinlich wichtigste Punkt in der Altenpflegehilfe ist, dass man sich gern mit Menschen beschäftigt. Nicht nur mit alten Menschen - auch mit den Angehörigen von Heimbewohnern, mit Kollegen, Ärzten oder Sozialarbeitern. Mit all diesen Leuten hat man als Altenpflegerhelfer fast rund um die Uhr zu tun. Ein Holzhammer-Typ solltest Du auch nicht unbedingt sein. Du musst geduldig mit den Senioren umgehen und auf sie eingehen, auch wenn sie Dich vielleicht nicht immer gleich richtig verstehen. Auf der anderen Seite musst Du aber manchmal auch zupacken können - denn ab und zu kann Altenpflegehilfe richtig anstrengend sein.

 

 

 

Wer sich bewerben kann:

 

Der Hauptschulabschluss allein reicht allerdings noch nicht ganz. Wenn Du die Ausbildung machen möchtest, musst Du

  • ein Berufseinstiegsjahr (BEJ) oder
  • ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Alten- oder Krankenpflege gemacht haben.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Du nach dem Hauptschulabschluss

  • eine Zusatzqualifikation wie zum Beispiel eine Vollzeitschule absolviert hast,
  • Deinen Zivildienst in der Pflege gemacht hast oder
  • zwei Jahre lang in anderer Form in einer Pflegetätigkeit gearbeitet hast.

 

 

 

 

Nach der Ausbildung:

 

Wenn die Ausbildung als Altenpflegehelfer oder -helferin abgeschlossen ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder erstmal arbeiten gehen - oder gleich eine Altenpflege-Ausbildung dranhängen.

Wer die einjährige Ausbildung als Altenpflegehelfer mit der Note 2,5 oder besser abschließt, hat einen großen Vorteil - er (oder sie) kann direkt ins zweite Jahr der Altenpflege-Ausbildung einsteigen. Die können auch alle Altenpflegehelfer machen, die die 2,5 nicht packen. Sie müssen allerdings die volle Ausbildungszeit von drei Jahren ableisten, um Altenpfleger zu werden.

 

 

Altenpflege oder Altenpflegehilfe - wo ist der Unterschied?

 

Der erste Unterschied zwischen Altenpflegern und Altenpflegehelfern liegt schon in der Ausbildung. Altenpfleger(innen) lernen drei Jahre lang, eine Altenpflegehilfe-Ausbildung kann man in einem Jahr machen.

Klar, dass die Altenpflege-Azubis in drei Jahren auch etwas mehr lernen als die Altenpflegehelfer. Später arbeiten sie dann aber im Team zusammen. Dabei unterstützen die Altenpflegehelfer die Kollegen Altenpfleger in der täglichen Arbeit und nehmen ihnen verschiedene Tätigkeiten ab. Dinge, die in Richtung Verwaltung, Pflegeplanung oder in die medizinische Richtung gehen, erledigen aber eher die Altenpfleger.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Altenpflegehelfer übrigens ihre Ausbildung um zwei Jahre verlängern - und dann auch einen Abschluss als Altenpfleger machen.

 

 

Arbeiten Altenpfleger immer im Altersheim?

 

 

Altenpfleger(innen) arbeiten im Altersheim. Klingt logisch, oder? Stimmt aber nicht unbedingt: Sie können auch in vielen anderen Einrichtungen arbeiten.

Mit einer Ausbildung in der Altenpflege hast Du eine Menge Möglichkeiten. Natürlich kannst Du eine Stelle in einem Pflegeheim finden. Es gibt aber auch Krankenhäuser mit speziellen Stationen für alte Menschen, in denen Du arbeiten kannst.

Außerdem gibt es auch viele so genannte häusliche oder ambulante Pflegedienste, die alte Menschen in deren Zuhause betreuen. Du kannst auch in der Seniorenberatung arbeiten. Oder Du findest eine Stelle in einer Alten-WG - einer Senioren-Wohngemeinschaft, die regelmäßige Unterstützung braucht.

 

 

Können Altenpfleger Karriere machen?

 

Erstmal drei Jahre Ausbildung. Dann etwa vierzig Jahre arbeiten. Und das war dann alles? Nicht als Altenpfleger(in) - in diesem Beruf kannst Du es richtig weit bringen.

Wenn Du auch nach der Ausbildung noch richtig weiterkommen möchtest, ist die Altenpflege vielleicht genau das richtige für Dich. Nach ein paar Jahren im Beruf gibt es eine Menge Fortbildungsmöglichkeiten - und genau so viele Aufstiegschancen.

Du kannst zum Beispiel die Leitung eines Wohnbereichs übernehmen - oder sogar als Heimleitung eine ganze Einrichtung führen. Vielleicht möchtest Du aber auch Pflegewissenschaften studieren, Lehrerin oder Lehrer in einer Pflegeschule werden oder Pflegeschüler in der Praxisausbildung betreuen. Oder Du wirst sogar Dein eigener Chef - und machst Dich mit einem Pflegedienst selbstständig!

 

 

Wie sind die Arbeitszeiten?

 

Alte Menschen müssen in Pflegeeinrichtungen rund um die Uhr betreut werden. Das ist aber gar nicht so wild - solange es gut geplant ist.

Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, dass Altenpfleger- und Altenpflegerinnen auch früh morgens, abends, nachts oder am Wochenende arbeiten. Damit die Verteilung dieser Schichtdienste fair bleibt, gibt es dafür einen Dienstplan. Das heißt, dass jeder mal Nachtdienst schiebt oder sonntags ran muss - aber jeder auch genügend freie Abende und Wochenenden hat oder während der Woche mal richtig ausschlafen kann. Und ein Gutes hat der Schichtdienst auch: Wer zu den eher unangenehmen Zeiten arbeitet, bekommt dafür in der Regel einen Gehaltszuschuss.

 

 

 

 

 

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!